Veröffentlichungen im Verlag Auriga

R. Werner, Fluch des Erfolgs

Rainer Werner, Fluch des Erfolgs. Wie das Gymnasium zur "Gesamtschule light" mutiert, Verlag Auriga Berlin, 2015
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Wer hätte gedacht, dass der zündende Slogan "Das Gymnasium darf nicht sterben!" nach 50 Jahren eine Auferstehung erfahren würde? Die erfolgreichste Schulform in Deutschland, die von Eltern hoch geschätzt wird, soll für alle Schüler geöffnet werden: "Gymnasium für alle" heißt die Losung. Um dieses Ziel zu erreichen, haben sich die Bildungspolitiker wirkungsvolle Maßnahmen einfallen lassen. Besonders einschneidend ist beim Übergang von der Grundschule zum Gymnasium der Wegfall des Grundschulgutachtens und seine Ersetzung durch den Elternwillen. Dies führt dazu, dass in den unteren Klassen des Gymnasiums immer mehr Kinder sitzen, die im gymnasialen Unterricht überfordert sind. Auch an der Leistungsmessungen wird neuerdings gerne gedreht. Auffällig ist, dass die Durchschnittsnoten im Abitur immer besser werden, obwohl Leistungsstudien - PISA inklusive - den getesteten Schülern keinerlei Lern- und Wissenszuwachs attestieren.

Dieses Buch will zeigen, in welcher Weise das Gymnasium gefährdet ist. Dazu werden die Maßnahmen der Schulbehörden einer kritischen Betrachtung unterzogen. Gleichzeitig wird das utopische Verlangen nach Gleichheit in der Bildung einer fundamentalen Kritik unterzogen.

Das Buch richtet sich an alle Lehrer, die die Aufweichung der gymnasialen Lernkultur und die Absenkung der Anforderungen an die Leistung mit Unbehagen erleben. Es wendet sich gleichzeitig an die Politiker, denen es ein wichtiges Anliegen ist, die Schulform, um die uns die ganze Welt beneidet, vor weiteren Zumutungen zu bewahren.

R. Werner, Lehrer machen Schule

Rainer Werner, Lehrer machen Schule. Warum gute Lehrer so wichtig sind, Verlag Auriga Berlin, 2014
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In der Vergangenheit wurde in der Schulpolitik in erster Linie über die vermeintlich richtige Schulform diskutiert. Dabei wurde außer Acht gelassen, dass Bildung und Erziehung ein Prozess ist, der von Menschen gestaltet wird und nicht von Strukturen. Die Menschen gilt es zu stärken, ihre Potentiale auszuschöpfen – die der Lehrer und der Schüler. Wenn man die Qualität der Schule verbessern will, kommt es vor allem auf die Leistung der Lehrer an. In ihrer Hand liegt es, ob eine gute Schule gelingt. Das Buch „Lehrer machen Schule“ plädiert deshalb dafür, dass sich die Bildungspolitik endlich den eigentlichen Fragen der Schulreform zuwendet: Wie können unsere Schüler noch fundierter auf die Herausforderungen der modernen globalisierten Welt vorbereitet werden? Wie kann die Schule allen Begabungen unserer Kinder gerecht werden? Wie kann der Schulerfolg der Schüler noch deutlicher von ihrer sozialen Herkunft entkoppelt werden?

Das Buch versucht, Antworten auf diese Fragen zu finden. Es richtet sich vor allem an die Praktiker der Schule, die Lehrer, aber auch an diejenigen, die als Wissenschaftler an den Universitäten kritisch über die Schule nachdenken. Auf eine pädagogische Insider-Sprache wird mit Bedacht verzichtet. Deshalb können auch interessierte Laien aus dem Buch Gewinn ziehen, wenn sie sich über das Innenleben des „Betriebs Schule“ informieren wollen. Auch den Eltern sei das Buch ans Herz gelegt. Durch die Lektüre können sie erfahren, was nötig wäre, um die Schule ihrer Kinder zu einem Erfolgsmodell zu machen.

R. Werner, Auf den Lehrer kommt es an

Rainer Werner, Auf den Lehrer kommt es an. Wie Schule wirklich gelingen kann, Verlag Auriga Berlin, 2012
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Das Buch will Außenstehenden einen Einblick in das Innenleben des komplizierten “Kosmos Schule” vermitteln. Dabei ist es unvermeidlich, dass einige hartnäckige Irrtümer der Schulpolitik in Frage gestellt werden, deren Fortbestand die pädagogische Entwicklung an den Schulen blockiert. Das Buch bestärkt die Auffassung, dass nur die Verbesserung des Unterrichts die Qualität unserer Schulen insgesamt verbessern kann. Nicht organisatorische Änderungen, nicht neue Namensschilder am Schultor bringen die Besserung, sondern die Entwicklung einer Unterrichtskultur, die das Lernen wieder als ansteckendes Abenteuer, als spannende Reise in die Welt des Wissens begreift. Das Buch belegt diese zentrale These. Es beschreibt die Defizite unserer Schulen, bietet aber auch Gegenrezepte an, die zeigen, wie Schule wirklich gelingen kann. Da sich das Buch gegen den Mainstream der gegenwärtigen Bildungsdiskussion richtet, erfüllt es die Funktion einer Streitschrift.

Das Buch unterscheidet sich grundsätzlich von der Masse der Publikationen über die Schule, die in den letzten Jahren erschienen sind. Autor ist kein Journalist und auch kein Bildungspolitiker, sondern ein Lehrer, der auf eine über 30-jährige Unterrichtstätigkeit an unterschiedlichen Schulen zurückblickt. Sein Blick auf das Innenleben der Schule ist der des kritischen Praktikers, der gelernt hat, den politischen Statements über Bildung zu misstrauen, weil er allzu oft hat erleben müssen, dass die hochfliegenden Pläne an der Realität des Alltags der Schule scheitern.

R. Werner, Schulfarm Insel Scharfenberg

Rainer Werner, Schulfarm Insel Scharfenberg 1995-1997: Chronik eines Reformversuches. Eine Dokumentation, Frieling Verlag Berlin, 1998
ISBN: 3-8280-0670-1
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Im Jahre 1995 ist die weit über Berlins Grenzen hinaus bekannte Schulfarm Scharfenberg wegen der Sparzwänge des Berliner Senats von der Schließung bedroht. Während des Kampfes gegen die Schließung dieser reformpädagogischen Bildungsstätte gründet sich eine Reformgruppe aus Lehrern, Eltern und Schülern, deren Anliegen es ist, dieser Schule wieder neues Leben einzuhauchen. Dabei geht es vor allem darum, die reformpädagogische Tradition neu und zeitgemäß zu interpretieren und auf die heutigen schulischen Bedingungen anzuwenden. Die Pfeiler dieser Tradition sind das "Lernen mit Herz, Kopf und Hand" und die Erziehung zur Gemeinschaft durch das Leben im Internat. Der Autor, damals Deutschlehrer an der Schulfarm Scharfenberg, zeichnet den eingeleiteten Reformprozess dieser “kämpferischen” Jahre nach. Seiner analytischen Bestandsaufnahme der Situation lässt der konkrete Lösungsvorschläge folgen, die auch für andernorts engagierte Pädagogen von großem Interesse sein könnten.

Im Anhang des Bandes finden sich Dokumente, die zum besseren Verständnis des Reformprozesses beitragen. Zeichnungen des Malers und Grafikers Martin Gietz, Kunsterzieher an der Schulfarm Scharfenberg, geben dem Band eine künstlerische Note.

H.K.Jahnke, Scharfenberg unter dem Hakenkreuz

Heinz K. Jahnke, Scharfenberg unter dem Hakenkreuz, Verlag Auriga Berlin, 1. Auflage 1997
ISBN: 3-00-001473-X
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Die Schulfarm Scharfenberg ist eine reformpädagogische Schule, ein Gymnasium mit Internat, die im Jahre 1922 von dem Berliner Lehrer Wilhelm Blume auf einer Insel im Tegeler See in Berlin gegründet wurde. Die Gründung erfolgte im Kontext der Schulgründungen im reformpädagogischen Geiste, die um die Jahrhundertwende (19. /20. Jh.) in ganz Deutschland zahlreich stattfanden. Im Jahre 1933 wurde die Schulfarm Scharfenberg wie alle anderen Reformschulen dem gleichgeschalteten nationalsozialistischen Schulwesen zugeschlagen.

Der Autor Heinz K. Jahnke besuchte als Schüler die Schule von 1938 bis 1943. Aus der Erinnerung verfasste er einen umfangreichen, mit sehr vielen Details versehenen Bericht über seine Scharfenberger Erlebnisse. Sie bieten einen anschaulichen Einblick in das Innenleben einer Schule im Griff nationalsozialistischer Herrschaft. Da die Insel Scharfenberg im Tegeler See wegen der Nähe zu wichtigen Berliner Industriebetrieben durch die alliierten Bombenangriffe gefährdet war, wurde die Schule schon im Jahre 1940 im Rahmen der Kinder-Land-Verschickung (KLV) ausgelagert. In der Folge wechselte sie bis Kriegsende mehrfach ihren Standort. Der Autor schildert, wie die Kinder-Land-Verschickung von Statten ging und wie der Unterricht in ländlicher Umgebung in improvisierten Schulgebäuden durchgeführt wurde.

Im Anhang bietet der Band Dokumente, die zum besseren Verständnis des nationalsozialistischen Zugriffs auf diese bekannte reformpädagogische Schule beitragen. Dazu gehören die "Schulordnungen", die "Jahresberichte" der Schulleitung, die Schülerzeitung "Kaktus" im Faksimile sowie Schüler- und Lehrerlisten.

Das Buch ist die einzige umfassende Darstellung der Schulfarm Scharfenberg zu Zeit des Nationalsozialismus. Für alle Freunde der Reformpädagogik, aber auch für Historiker, die sich mit der NS-Zeit beschäftigen, ist das Buch ein Muss.

M.Gietz, Inspirationen

Martin Gietz, “Inspirationen” – Das künstlerische Werk von 1971-1999, Verlag Auriga Berlin, 1999
ISBN: 3-00-004768-9
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Martin Gietz ist Kunsterzieher an den Schulfarm Insel Scharfenberg, dem reformpädagogischen Internatsgymnasium in Berlin. Neben seiner Unterrichtstätigkeit arbeitet Gietz als freier Künstler. Er präsentierte seine Bilder in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland. Ein besonderer Schwerpunkt seiner künstlerischen Arbeit liegt auf der Druckgraphik. 1972 richtete er eine eigene Druckwerkstatt ein, in der er seine Drucke herstellte. In den 80er Jahren arbeitete er mit Günter Grass zusammen, dessen Graphiken er druckte. 1993 erhielt Martin Gietz einen Lehrauftrag für vier Semester an der Hochschule der Künste Berlin im Fachbereich 11 (Kunsterziehung) über Hochdrucktechniken. Der Band „Inspirationen“ fasst das künstlerische Leben und Wirken von Martin Gietz von 1971 bis 1999 zusammen. In Aufsätzen von Weggefährten, Wissenschaftlern und Arbeitskollegen wird der Künstler Gietz vorgestellt und gewürdigt. Alle Wegstationen werden durch Bildreproduktionen seiner wichtigsten Werke veranschaulicht. Eine ausführliche Biographie, ein Überblick über seine Ausstellungen und ein Bibliographie runden den Band ab.

M.Gietz, Drucksachen

Martin Gietz, “Drucksachen” – Werkverzeichnis der Druckgraphik 1990-2006, Verlag Auriga Berlin, 2007
ISBN: 978-3-00-022503-1
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In einem umfangreichen Band werden die Druckgraphiken von Martin Gietz vorgestellt, die in den Jahren 1990 bis 2006 entstanden sind. Der Band gewährt einen Einblick in die Vielfalt druckgraphischer Arbeit von Martin Gietz. Es finden sich Radierungen, Holz- und Linolschnitte, Lithographien, Monotypien und auch Digitaldrucke. Der Band beweist, dass Martin Gietz die verschiedenen Drucktechniken zur Meisterschaft geführt hat. Die Sammler wissen dies zu würdigen. So finden sich viele seiner Werke in privaten oder staatlichen Sammlungen, z.B. im Kupferstichkabinett in Berlin und in der Graphothek Berlin-Reinickendorf.

Foto einer alten Schreibmaschine
Foto von zerknülltem Papier